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Rhopoint ID Inline Transmissions-Haze-Messgerät

  • Kamerabasiertes System
  • Quantifizieren Sie die Produkttransparenz mit Parametern, die stark mit der menschlichen Wahrnehmung korrelieren
  • Versionen mit kurzer oder langer Brennweite erhältlich, um der Produktionslinie des Kunden gerecht zu werden

Warum misst man die Erscheinungsqualität von transparenten Materialien mit einer Inline­Lösung?

Die Transparenz ist häufig ausschlaggebend für die Funktionalität eines hergestellten Produktes oder seine wahrgenommene Qualität. Matte Lieferetiketten müssen im Kontakt mit dem Produkt klar zu sehen sein, damit QR-Codes an Hochgeschwindigkeits-Fließbändern gelesen werden können. Bei Lebensmittelverpackungen aus recyceltem Kunststoff wird dagegen mehr Wert auf niedrigen Haze gelegt, damit der Kunde die leuchtenden Farben des verpackten Gemüses ungetrübt sehen kann.

Um die Transparenz zu optimieren und zu erhöhen, ist eine fortlaufende Inline-Messung wichtiger Parameter effizienter, als gelegentlich manuell Messungen durchzuführen. Durch das unmittelbare Feedback von den Sensoren kann der Prozess fein abgestimmt werden, wodurch sich letztendlich ein hochwertigeres Produkt und bei jedem Produktionslauf eine einheitlich hohe Qualität erreichen lässt.

Materialien mit hochqualitativer Optik haben eine geringe visuelle Auswirkung auf durch sie gesehene Gegenstände. Das Material selbst ist optisch unauffällig und für den Betrachter daher fast unsichtbar.

Ein von Haze betroffenes Material bewirkt, dass Farben, die durch das Material gesehen werden, ausgewaschen oder verblichen erscheinen. Wie stark dieser Kontrastverlust ist, hängt oft damit zusammen, wie groß der Abstand zwischen dem Objekt und dem transparenten Material ist.

Ein Material, das die Sicht auf Gegenstände trübt, weist eine geringe Schärfe auf. Diese Wirkung kann direktional sein – dadurch wird ein optisches Muster im Material sichtbar.

Materialien mit niedrigen optischen Qualitäten sind visuell auffallend und werden als milchig oder opalisierend beschrieben. Mögliche im Material sichtbare Muster und Texturen lassen betrachtete Gegenstände stark verschwommen erscheinen

Die Messtechnologie des Rhopoint ID (Patent angemeldet) wurde in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich entwickelt.

Was ist das Rhopoint ID­Inline?

Das Rhopoint ID­Inline ist ein kamerabasiertes System, das die Transparenz eines Materials anhand von Parametern quantifiziert, die der Wahrnehmung durch das menschliche Auge sehr nah kommen.

Ausführungen des Rhopoint ID­Inline

Das Rhopoint ID­Inline ist in zwei Ausführungen erhältlich: Bei der Ausführung mit kurzer Brennweite beträgt der Abstand zwischen Kamera und Strichplatte 45 mm – bei der Ausführung mit langer Brennweite beträgt er 170 mm.

Rhopoint ID Inline short focal

Kurze Brennweite

Das Rhopoint ID-Inline kann für die berührungsfreie Messung bei allen plattenförmigen oder flächigen Materialien wie Kunststofffolien oder Glas eingesetzt werden. Außerdem eignet sich das Rhopoint ID-Inline auch für die berührungsfreie Inline-Messung bei Rohren aus Glas oder Kunststoff.

Rhopoint ID Inline long focal

Lange Brennweite

Diese Ausführung ist besonders gut für Fertigungsprozesse geeignet, bei denen die Produktionsstraße des Kunden eine große Brennweite erfordert

Rhopoint ID Inline product measurement station

Messstation

Jede Ausführung kann in eine Prüfstation für dreidimensionale Teile oder großformatige Kunststoff- oder Glasplatten integriert werden.


Außerdem sind Standardversionen und Modelle mit erhöhtem Abstand erhältlich, um verschiedensten Teilen und Montagekonfigurationen gerecht zu werden.

Welche Software­Integrationen sind für das Rhopoint ID­Inline verfügbar?

Flexible Software ermöglicht die Kombination von einem oder mehreren ID­Sensoren mit kompatiblen Messgeräten. Die Messwerte werden in das Rhopoint ID Laborsoftware aufgeführt.

Mit das Rhopoint ID Software

Bis zu 5 ID-Geräte oder kompatible Sensoren können mit der ID-L Software verbunden und darüber gesteuert werden. Zu allen Messparametern werden Chargenstatistiken berechnet sowie detaillierte Messbilder und Trendgrafiken angezeigt.

Mit dem Rhopoint TCP/IP­Client

Mithilfe des Rhopoint ID TCP/IP-Verbindungs-Clients können gleichzeitig bis zu 10 Rhopoint ID-Inline Geräte mit einer SAP/Prozessleitsoftware verbunden werden. Diese Lösung ermöglicht die unabhängige Fernsteuerung jedes einzelnen Gerätes. Die Messdaten werden mithilfe des Rhopoint TCP/IP-Protokolls ausgetauscht.

Der TCP/IP-Client wurde für die schnelle, effiziente Bedienung mehrerer Geräte mit der SAP/Prozessleitsoftware entwickelt. Von jedem Sensor sind bis zu 10 Messungen pro Sekunde möglich. Der Client kann auf einem lokalen PC oder Server gehostet werden.

Messparameter des Rhopoint ID-Inline

Haze = 0 %
Haze = 30 %
Haze = 0 %
Haze = 30 %

Haze

Haze: quantifiziert den Kontrastverlust von Gegenständen, die durch ein Material betrachtet werden.

Ein Material mit Haze ändert das Erscheinungsbild sowohl des Materials an sich als auch der durch es betrachteten Gegenstände. Dies kann zu einer Verminderung der wahrgenommenen Qualität führen.

  • Das durch das Material gesehene Produkt erscheint leblos und matt – Details bleiben jedoch scharf sichtbar.
  • Die Farbe eines betrachteten Gegenstands erscheint ausgewaschen und verblichen.
  • Das Material selbst erscheint trüb oder milchig.

Messen Sie Haze mit dem Rhopoint ID und stellen Sie sicher, dass Ihre Produkte ein optimales Erscheinungsbild aufweisen und von Ihren Kunden klar erkannt werden können.

Wie wird Haze beeinflusst?

Haze kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden: Auswahl von Kunstharz, Gussverfahren und Oberflächenstrukturen. 

Ursachen für Haze (Haze Trübung statt
Glanzschleier):

Auswahl von Rohmaterialien

Zum Beispiel durch inkorrekte Schmelzviskosität von Kunststoffen bei bestimmten Verfahren.

Verfahrensparameter

Zu schnelles Abkühlen von Kunststoffen kann in der Bildung von Mikrotexturen auf der Folienoberfläche oder Strukturen in der Folie resultieren; beides vermindert die optische Qualität.

Verschleiß von Maschinen

Abnutzung und Verschleiß von Formen, Kühlwalzen und Gussformen kann zu sichtbaren Oberflächenmängeln im Material führen.

Haze-Messung mit dem Rhopoint ID

Schärfe

Schärfe quantifiziert den Verlust von wahrgenommenen Details bei Gegenständen, die durch ein Material betrachtet werden.

Was bewirkt reduzierte Schärfe?

Ein Gegenstand erscheint scharf und klar, wenn er durch ein Material mit hoher Schärfe betrachtet wird. Mit abnehmender Schärfe des Materials erscheint der Gegenstand unscharf und verschwommen.

Hohe Schärfe (S = 98,71 %)
Mittlere bis hohe Schärfe (S = 76,34 %)
Mittlere bis geringe Schärfe (S = 49,62 %)
Geringe Schärfe (S = 18,02 %)

Anisotrope Schärfe. Messung nur mit Rhopoint ID-L möglich.

Ein Material weist oft optische Effekte auf, die direktional, also gerichtet sind. Diese Phänomene sind häufig auf spezifische Verarbeitungsfehler bei Kunststoffteilen zurückzuführen.

Kunststofffolien weisen oft eine sichtbare Textur auf. Diese verursacht beträchtliche Qualitätseinbußen bei der Durchsichtigkeit.

Direktionale Effekte

Das Rhopoint ID ist das einzige Gerät zur Messung von direktionalen Effekten in Materialien unter Verwendung der ID-Labor-Analysesoftware.

Die Abbildungen rechts zeigen die optische Auswirkung verschiedener ID-Schärfewerte (S) in vertikaler und horizontaler Richtung.

Die Messung von direktionalen Effekten kann für die fortschrittliche optische Qualitätskontrolle sowie für die Anpassung von Prozessparametern verwendet werden, um eine optimale Transparenz zu erreichen.